Vektoren

Einspaltige und einzeilige Bereiche im Tabellenblatt von Excel sind prinzipiell Vektoren. Sie stellen häufig Verläufe dar, deren Umfänge oftmals unbekannt oder überhaupt dynamisch sind. Hier kommen vorteilhaft Namen ins Spiel, mit denen man ganz einfach variable Zahlenfolgen erzeugen kann, die tatsächlich Spalten- und Zeilenvektoren sind, die ich hier vorstellen möchte.

In Excel alles im Tabellenblatt umzusetzen, damit es für jeden auf den ersten Blick nachvollziehbar ist, mag ein wünschenswert einfacher Ansatz sein. Um aber beispielsweise Diagramme mit Daten zu versorgen, müssen keine Zellen beschickt werden. Ein Name bedient die Abszisse, ein zweiter die Ordinate, passend für den entsprechenden Diagrammtyp. Ich selbst benötige am häufigsten das Punkt (XY)-Diagramm, wofür ich damit den Start- und Endwert und eine taugliche Anzahl Zwischenwerte der Abszisse sehr flexibel festlegen kann! Die Werte der Ordinate ergeben sich dann in Abhängigkeit davon in Art und Umfang als dazu passender Vektor.

Für die Erstellung von Vektoren stehen 3 mir bekannte Formeln zur Verfügung: BEREICH.VERSCHIEBEN, INDIREKT und INDEX.
Dass BEREICH.VERSCHIEBEN und INDIREKT volatile Funktionen sind, dürfte den meisten Usern unbekannt und aus Performancegründen meist unerheblich sein. Sie werden im Zuge einer Neuberechnung immer mit berechnet, auch wenn zum Verursacher keine Abhängigkeit besteht.
Auf INDEX, ohne diesen Nachteil, bin ich erst durch den bemerkenswerten Beitrag Index als Bezug – ein wahres Monster von Peter Haserodt gestoßen!
Für die Vektorerstellung sind noch die Funktionen ZEILE oder SPALTE erforderlich, die zufolge eines übergebenen Bereichs ja erst Werte für den Vektor zurückgeben. Gegen die damit einhergehende Bezugsabhängigkeit ist INDIREKT gefeit, da der Bezug hier als “toter” String vorliegt. Etwaiges Löschen oder/und Einfügen von Zeilen oder Spalten lässt INDIREKT kalt.
Man bräuchte also einen Zwitter aus INDIREKT und INDEX, um perfekt zu funktionieren! Das lässt sich folgendermaßen lösen: Man nehme INDEX und für den Bezug ein eigenes Tabellenblatt, das man versteckt, aber nicht wie üblich durch “Ausblenden”. Man starte den VBE (Visual Basic Editor) mittels Alt+F11, selektiere links im entsprechenden VBA-Projekt das betreffende Tabellenblatt und setze in den Eigenschaften “Visible” auf “2 – xlSheetVeryHidden”.

Das folgende Worksheet zeigt alle 4 Varianten der Spalten- und Zeilenvektoren als Namen und deren Abbildung im Tabellenblatt:

Anmerkung: Für maximale Zeilen und Spalten wurden 65.535 anstatt 65.536 und IU anstatt IV verwendet, um die automatische Umwandlung in ganze Zeilen- und Spaltenbezüge zu vermeiden, damit eventuelle Fehlermeldungen ausbleiben.